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Täglich trinken Menschen 2-3 Tassen Kaffee um in den Tag zu starten oder Nachmittags in Kombination mit etwas Süßem. Seit langem hält sich das Gerücht, dass das im Kaffee enthaltene Koffein negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben soll. Doch was ist wirklich dran an diesen Behauptungen und sind die meisten sogar falsch? Immer mehr Studien belegen nämlich, dass Kaffee durchaus auch positive Eigenschaften auf unseren Körper hat.

Kaffee

Quelle: Pixabay.com / eliasfalla

In diesem Artikel haben wir einige weit verbreitete Behauptungen über Kaffee und Gesundheit gesammelt und zeigen was wirklich dahinter steckt:

Kaffee erhöht den Blutdruck und schadet dem Herzen

Was stimmt: Kaffee hat durchaus einen Einfluss auf unseren Blutdruck. Grund dafür ist das enthaltene Koffein, das eine anregende Wirkung auf unseren Körper hat und den Blutdruck kurzfristig und vorübergehend ansteigen lassen kann.

Allerdings ist ein regelmäßiger und moderater Genuss von Kaffee nicht bedenklich. Zahlreiche medizinische Studien in den letzten Jahren haben herausgefunden, dass Koffein das Risiko von Herzinfarkten oder Schlaganfällen nicht erhöht. Stattdessen wurde belegt, dass Kaffee sogar das Schlaganfallrisiko senken kann und eine durchaus positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System hat.

Aufpassen sollten Menschen, die generell an hohem Blutdruck leiden, für sie kann sich der übermäßige Konsum von Kaffee durchaus schädlich auswirken.

Kaffee entzieht dem Körper Flüssigkeit

Die Behauptung, dass Kaffee dem Körper Wasser entzieht ist nicht richtig. Was jedoch stimmt ist, dass Koffein kurzzeitig harntreibend wirkt. Ein Mechanismus, der sich aber bei regelmäßigem Kaffeekonsum weniger stark auswirkt, da sich der Körper an die Koffeinzufuhr gewöhnt.

Da Kaffee selbst zu größtem Teil aus Wasser besteht, ist es also lediglich der Kaffee selbst, der als Flüssigkeit aus dem Körper wieder austritt. Allerdings werden vermehrt gewisse Mengen an Elektrolyten wie Magnesium, Zink und Calcium aus dem Körper geschwemmt. Diese sind aber im Vergleich gering.

Kaffee ist ungesund für den Magen

Auch hier gilt es zu differenzieren. Was empfindlichen Mägen Probleme bereiten kann ist nicht der Kaffee selbst, sondern viel mehr die Art der Röstung.

Viele Kaffeesorten werden mit zu hoher Temperatur und zu kurz geröstet, wodurch die kaffeeeigene Säure erhalten bleibt und sich Röstreizstoffe bilden. Diese können zu Magenempfindlichkeit führen und Sodbrennen, Magen- oder Darmbeschwerden auslösen.

Wenn du generell einen empfindlichen Magen hast, aber nicht auf deinen Kaffee verzichten willst, raten wir dir zu einer schonenden Espressoröstung, die mindestens 15-20 Minuten lang geröstet wurde.

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Kaffee in der Schwangerschaft ist Tabu

Jein. Ihren Kaffee in Maßen sollten Schwangere und stillende Mütter trinken, da Säuglinge und Föten sehr stark auf die Wirkung des Koffeins reagieren und das mitunter gesundheitsschädlich sein kann.

Ein bis zwei Tassen pro Tag gelten aber als unbedenklich, vorausgesetzt es bestehen keine Vorerkrankungen des Herz-Kreislaufsystems bei Kind oder Mutter.

Kaffee macht süchtig

Zunächst einmal ist Kaffee als solches kein Suchtmittel. Lediglich in hohen Dosen verabreichtes Koffein, z.B. in Tablettenform, kann sehr wohl süchtig machen. Der Koffeingehalt in normalem Kaffee ist dafür aber viel zu niedrig.

Jedoch: wer aber über längere Zeit hinweg täglich sehr viel Kaffee trinkt, wird irgendwann immer mehr davon benötigen um die anregende Wirkung zu erlangen. Ein Mechanismus, der mit dem menschlichen Nervensystem zusammenhängt. Bei Unterbrechung des fleißigen Kaffeekonsums, können dann auch schon einmal Kopfschmerzen und Müdigkeit bei dem Kaffeetrinker auftreten. Diese „Entzugserscheinungen“ legen sich aber meist nach kurzer Zeit wieder.

Eine Abhängigkeit von Kaffee kann man sich leicht selbst herbeireden, dabei ist sie aber keinesfalls mit der von Alkohol, Nikotin oder Drogen zu verglichen.

Kaffee erzeugt Kalziummangel

Es stimmt, dass wir mit der Flüssigkeit die wir mit dem Kaffee ausschwemmen auch gewisse Elektrolyte, darunter auch Kalzium, verlieren. Diese Menge ist aber so gering, dass sie bei normalem Kaffeekonsum (2-4 Tassen pro Tag) nicht ins Gewicht fällt.

Außerdem reichen schon 2 Esslöffel Milch im Kaffee um den Kalziumhaushalt wieder auszugleichen. Patienten mit Osteoporose (Knochenschwund) sollten allerdings nicht mehr als 3 Tassen pro Tag trinken, da auch ein geringer Kalziumverlust schon mit einer erheblichen Verschlechterung der Erkrankung einhergehen kann.

Kaffee verursacht Schlafprobleme

Das enthaltene Koffein im Kaffee kann in geringen Dosen die Konzentration verbessern und Müdigkeitserscheinungen durch seine anregende Wirkung beseitigen. Deshalb fühlt man sich nach einem Schluck guten Kaffees oft deutlich munterer und leistungsfähiger.

Gleichzeitig erweitert Koffein aber auch die Blutgefäße, was wiederum nach einiger Zeit zu einer Erniedrigung des Blutdruckes und ein Absinken der Herzfrequenz führen kann. Somit kann Kaffee oft zweierlei Effekte mit sich bringen. Personen mit übermäßigem Kaffeekonsum aber auch diejenigen die Kaffee gar nicht gewöhnt sind, können durchaus anfällig für Schlafprobleme sein. Auch dass Kaffee eine gewisse „Hibbeligkeit“ oder Nervosität erzeugt kann generell nicht bestätigt werden. Hierbei reagiert jeder Mensch anders.

Kaffee reduziert das Diabetesrisiko

Eine Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung hat herausgefunden, dass regelmäßige Kaffeetrinker weniger am Diabetes Typ 2 erkranken.

Dabei soll sich der Inhaltsstoff Chlorogensäure positiv auf den Insulin- und Zuckerstoffwechsel auswirken und ein Diabetesrisiko vermindern. Andere Forscher fanden auch heraus, dass Menschen die mehr als vier Tassen Kaffee pro Tag trinken zu 35% seltener an Diabetes erkranken, als diejenigen die nur 1-2 Tassen trinken.

Kaffee ist schädlich für die Zähne

Kaffee kann in der Tat den Zahnschmelz angreifen und so eine Verfärbung der Zähne begünstigen. Schuld daran ist die im Kaffee enthaltene Säure. Aber auch andere Lebensmittel oder Genussmittel (z.B. Nikotin) können den Zahnschmelz angreifen und sind zumal schädlicher als Kaffee.

Generell solltest du auf einen geringen Säureanteil in deinem Kaffee, abhängig von Sorte und Röstung, achten und deinen Kaffee nicht in Kombination mit anderen säurehaltigen Lebensmitteln oder Genussmittel konsumieren. Angst vor schlechten Zähnen brauchst du aber nicht zu haben.

Zahnverfärbungen sind zumeist nicht ausschließlich auf Kaffee zurückzuführen. Mit guter Pflege, richtiger Hygiene und regelmäßigem Besuch beim Zahnarzt kannst du vorbeugen.

Kaffee steigert die Potenz und Fruchtbarkeit

Gute Nachricht für Männer: Koffein kann erwiesenermaßen die Lust steigern und unter Umständen sogar die Fruchtbarkeit erhöhen.

Studien konnten nachweisen, dass regelmäßiger Kaffeekonsum die Spermienbeweglichkeit fördert. Auch Erektionsproblemen kann durch regelmäßigen Kaffeekonsum angeblich vorgebeugt werden.

Zusammengefasst: Kaffee in Maßen ist auf keinen Fall ungesund

Alle Aspekte zusammen genommen, hat Kaffee durchaus einige sehr positive Eigenschaften auf unsere Gesundheit, jedoch sollte er nicht gar etwa mit einem Heilmittel verglichen werden.

Fest steht: Kaffee ist in erster Linie ein Genussmittel und sollte maßvoll und verantwortungsbewusst in die eigene Ernährung eingebettet werden. Exzessiver Kaffeekonsum kann an einem Punkt sicherlich ungesund werden vor allem für Menschen mit einschlägigen Vorerkrankungen oder Sensibilitäten. Das gilt aber generell für viele Lebensmittel.

Aus diesem Grund, solltest du keine Bedenken haben und deinen Espresso, Cappuccino oder Latte Macchiato mit allen Sinnen genießen!

Bildquelle: Pixabay.com / Daria-Yakovleva